Gesundheit

Seit 40 Jahren entwickeln die DITF Textilien und Textil-basierte Produkte für die Medizintechnik. Die Forschung setzt beim Rohstoff an und begleitet alle Innovationsschritte bis zum fertigen Produkt. Ob Zwischenprodukt, Prototyp oder Serienprodukt – die gesamte Forschung und Entwicklung im Feld Medizintechnik ist nach ISO 13485 zertifiziert

 

Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Biomaterialien auf Basis von Polymeren, die je nach Anforderung auch mit keramischen Werkstoffen kombiniert werden. Die Ausgangsmaterialien werden zu resorbierbaren oder biostabilen Implantaten und zu Trägermaterialien für die Zellbesiedlung in der Regenerativen Medizin verarbeitet. Die DITF-Entwicklungen auf diesen Gebieten unterstützen den Paradigmenwechsel hin zur Personalisierten Medizin: Therapeutische Produkte und Verfahren werden so gestaltet, dass sie auf die ganz individuellen Bedarfe der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden können. Neben den textilen Technologien und der thermoplastischen Verarbeitung durch Spritzguss und Extrusion liegt der Fokus auch auf additiven Herstellverfahren.

Sensorische und aktorische Medizinprodukte sowie wirkstofffreisetzende Systeme (Drug Delivery Systems) gehören ebenso zum Entwicklungs-Portfolio wie der gesamte Bereich klassischer Medizintextilien vom Wundverband über Krankenhaustextilien bis zu Kompressionstextilien. Auch therapieunterstützende Systeme werden so flexibilisiert, dass sie entsprechend dem Trend zur Personalisierten Medizin einzelnen Patienten oder Patientengruppen angepasst werden können.

Die DITF pflegen Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit Medizintechnik-Unternehmen, mit Universitätskliniken und Forschungsinstituten weltweit. Zum eigenen interdisziplinären Team gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Medizin-, Verfahrens- und Textiltechnik, aus der Biologie und Chemie.

Themen:

  • Medinische Fasern und Vliesstoffe
  • Antibakterielle und antivirale Ausrüstungen
  • Therapeutische Textilprodukte
  • Wirkstoff-freisetzende Systeme (Drug Delivery Systems)
  • Theranostische Systeme
  • Additive Verfahren für die individualisierte Medizin
  • Textilbasierte Sensorik und Aktorik, gekoppelt mit Künstlicher Intelligenz (KI)
  • Klinisches und ambulantes Gesundheitsmonitoring
  • Persönliche Schutzausrüstung

Infos und Downdloads

    Wirkstoffabgabe poröse Fasern

    Im Forschungsvorhaben „Textilbasierte Wirkstoffabgabesysteme“ wurden an den DITF Wirkstoffabgebende Fasern für die Anwendung in der Regenerationsmedizin entwickelt. Damit könnte in der Zukunft die Therapie chronischer Wunden unterstützt werden.

    Informationen zum Forschungsprojekt

    Resorbierbare Materialien in der Medizin

    In den USA wird an Herzschrittmachern geforscht, die sich selbst auflösen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. DITF-Wissenschaftler Michael Doser berichtet im Interview mit BR 2 über das faszinierende Potenzial von resorbierbaren Materialien in der Medizin. Link zur Mediathek (Start des Interviews: Minute 8:50)

    Cellulose-Chitinfasern – neue Materialien für die Medizintechnik

    Chitin macht Insektenflügel biegsam. Dieser Vielfachzucker könnte schon bald für Verbandsmaterialien in der Medizin eingesetzt werden.

    Informationen zum Forschungsprojekt

    Individualisierte 3D-Kompressionstextilien zur Narbentherapie

    Im Rahmen des BMBF-Projekts „Smart-Scar-Care“ wurde ein Workflow entwickelt, mit dem Patienten innerhalb von 24 Stunden ein individuell angepasstes Kompressionstextil zur Narbenbehandlung erhalten. Informationen zum Projekt

    Gesundheit und Pflege mit E-Textiles

    Ob bei älteren Menschen oder Feuerwehrleuten im Einsatz: Textilien mit Sensoren überwachen die Vitalparameter und holen im Notfall Hilfe.  

    Mehr zum Thema

    Flexible, rezeptoraktivierende Inputorthese

    Haltungskontrolle bei geschädigtem Zentralnervensystem: DITF und DCC haben eine Inputorthese entwickelt, die sich dreidimensional mit dem Körper bewegt und mit Druckimpulsen die Muskeln aktiviert. Das Projekt wurde als "ZIM-Erfolgsbeispiel" ausgezeichnet.

    Infos zum Forschungsprojekt