FIS Label für schnittfeste Skiunterwäsche

Nicht nur die Profis beim Hahnenkamm-Rennen – auch Freizeitskifahrer gehen mit dem FIS-Label auf Nummer sicher.

Die Kanten von Skiern sind messerscharf. Dennoch denken die meisten Menschen bei Skiunfällen an Knochenbrüche und Bänderverletzungen. Schnittverletzungen sind jedoch oft schwerwiegend und der Blutverlust kann schnell lebensbedrohlich werden.

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) führen für die Féderation Internationale de Ski (FIS) und für Textilhersteller Schnitttests an Materialien durch. Wenn sie die Tests bestehen, erhalten sie das FIS-Label in Form einer 5-Sterne-Skala.

Um das Qualitätslabel zu erhalten, muss die Skiunterwäsche anspruchsvolle Tests bestehen: Die Wissenschaftler der DITF testen die Druckkraft, mit der die Skiunterwäsche von einer frisch und relevant geschliffenen Skikante durchtrennt wird.

 

Der Stoff muss mindestens 20 Zentimeter Schnittlänge in einem Winkel von 0, 45 und 90 Grad gegen die Skikante aushalten. Der Test simuliert einen Schnitt an einem Arm oder Bein mit einer Druckkraft von bis zu 500 N (50 Kilogramm).

Auch die Schnittgeschwindigkeit ist genau definiert. Um vergleichbare Daten zu erhalten, wird für jeden Test der gleiche Skityp verwendet, dessen Kanten immer exakt gleich geschliffen werden.

Hält die Unterwäsche einem Druck von 100 N (10 Kilogramm) stand, wird ein Stern vergeben. Für jeweils weitere 100 N gibt es einen weiteren Stern – bis zu fünf Sternen.